Unterwegs, umsonst und draußen

 

 

 

Am Rande der Nacht

 

Es ist etwas besonderes in der Dämmerung wach in der Natur zu sein. Das Dunkel birgt die Chance einen ansonsten unsichtbaren Teil der Wirklichkeit zu schauen.

Ahnungen bekommen Gestalt.

Die Dinge schrumpfen auf ihre eigentliche Grösse, sind ohne Farbe und Glanz. Und doch, in der  Dunkelheit sieht man den Weg.

In der Nacht blühen die kreativen Kräfte unseres Unterbewusstseins.

Hören ist wichtiger als sehen. Sicher weiss man gleich was man hört. Es ist spannend den Klang, den Ton des Geräusches zu erleben. Begriffe braucht es nicht, benennen braucht es nicht.

Reines hören reicht, nur hören, hören fühlen. Gehen hören, Stille hören, mit geschlossenen Augen hören, lauschen.

 

 

Freitags gegen 21h, Schutterlindenberg, an der Birkenallee

telefonische Anmeldung erbeten

 

 

Weite Wege wandern

 

Im fünften Jahr laufen wir den GTA, den Grande Traversata delle Alpi. Dieser Weitwanderweg umfasst 61 Etappen.

  Auf sehr einsamen Wegen, in einer reizvollen Hochgebirgslandschaft, die touristisch kaum entdeckt und schon gar nicht erschlossen ist, sind wir 7 Tage unterwegs. Die Touren sind zum Teil sehr lang, mit beträchtlichen Auf- und Abstiegen. Ab Etappe 36 laufen wir in diesem Jahr in gemässigteren Höhen.  Eine gute Selbsteinschätzung und sicheres Selbstempfinden sind unerläßlich.

  Unsere Gruppe hat sich auf drei Menschen verständigt. Mehrere Tage bewohnen wir eine Landschaft, wir ergreifen Besitz von ihr. Sie wird unser Ort. Draussen ist unser Zuhause, hier werden wir wandernd wohnen. Die Landschaft hat Bestand, die Herberge ist ein Übergang. Das Essen köstlich, regional, nährend.

 

23.8.2019 bis 29.8.2019

 

 

 

Gedankengänge

 

Die Suche nach tieferen Gesprächen ist nicht auf die Philosophie oder die Akademien beschränkt: Wir machen uns auf den Weg.

  Bei der Suche nach Werten, beim Nachdenken über sich und andere, beim Sinnen über existenzielle Fragen wie Einsamkeit, Isolation, Freiheit und Tod: Wir tauschen Gedanken aus.

  Themen, die uns bewegen, Sehnsucht zu Denken, mühen um Lebensregeln, Befähigung zu Vernunft und eigenen Antworten, Kompetenz für den Alltag, Freude am zuhören: Wir üben geistige Unerschrockenheit.

  Gelassenheit und Frieden im Betrachten und Schauen draußen, die Kraft der Natur geschehen lassen und mit ins Leben nehmen, die Macht der Elemente spüren und sich verorten, den Charme der Jahreszeiten genießen, Schönheit im Außen und in uns erfahren: Wir pflegen Verweilen und durchlässig werden.

 

In diesem Sinne möchte ich Sie einladen in einer offenen Atmosphäre, eigenverantwortlich mit sich selbst und weltanschaulich neutral miteinander in Austausch zu kommen.

Wenn wir ab und an über den Tellerrand hinausblicken, uns erforschen, dann spüren wir dieses einmalige Leben das wir selbst sind. Wird uns diese Einmaligkeit des eigenen Lebens und die unzähligen Momente des Lebendigseins bewusst, dann erleben wir uns ganz tief -  existenziell.

 

Schutterlindenberg, in meinem Garten


Der Feldweg | veronika.horstrup[at]gmx.de