Kunst

 

"Mir ist mein ganzes Leben zu Mut, als ginge mein Weg oft an der Hecke des Paradieses vorbei. Dann streift mich warmer Hauch, dann mein´ ich, Rosen zu sehn und zu atmen, ein süßer Ton rührt mich zu Tränen, auf der Stirn liegt es mir wie eine liebe, friedegebende Hand - sekundenlang. So streife ich oft vorbei an der Hecke des Paradieses..."  (Ch. Morgenstern)

 

 

 

Brücken bauen

 

"... gegen das Ich- allein" (frei nach B.Köhler)

 

Brücken stellen Verbindung her, überspannen eine gewahrte Distanz. Sie bringen ein Gegenüber in die Wahrnehmung.

Brücken sind nicht beliebig, sie begünstigen den Wechsel von einer Seite zu einer anderen, ein Überqueren wird möglich.

Ein Berühren von einer Seite mit einer anderen findet statt - eine Begegnung. Eine Bewegung von einer Seite zu einer anderen Seite kommt für eine Weile in einen Kontakt.

 

In der Gestaltung des Bau´s einer Brücke begegnen wir uns in einem kreativen Kontakt.

Unsere Baumaterialien sind Holz, Stein und Erde. Gemeinsam sorgen wir für Stabilität, probieren Gegenüber, Gegenseitigkeit.

Über unser gemeinsames Tun tauschen wir uns aus, staunen über die jeweiligen Bauwerke, Brückenschläge.

 

 

 

 

 

 

 

Wegrand

 

Der Wegrand soll uns an diesem Tag anregen.
  Die erste Sequenz beschäftigt sich mit der scheinbar unbelebten Welt der Steine. Wir können Türme bauen, Spiralen legen, Mauern aufschichten, Wege legen, Brücken schlagen.
  In der zweiten Sequenz widmen wir uns der hölzernen Welt. Sowohl die dürren und morschen, abgebrochenen und modrigen Hölzer als auch die frischen Äste und Zweige, regen unsere Schaffenslust an.
  Die letzte Sequenz konzentriert sich auf die Pflanzen. Blüten regen an zum schmücken, Gras, Moos und Blätter eröffnen sich in ihrer eigenen Qualität und Konsistenz.
  Achtsam und wach streifen wir durch die Umgebung. Ohne Schaden anzurichten geben wir dem Wegrand eine ungewohnte und eigene Bedeutung.


Nach getaner Arbeit besichtigen wir in einer Wald-, Feld- und Wiesen Vernissage die verschiedenen Kunstwerke und überlassen sie dann dem
Spiel der Natur.

 


 

  

 

 

 

Mein Platz

 

Es gibt Zeiten im Leben, an denen man nicht so genau weiss,  wo der eigene Platz ist und wie dieser aussehen soll.

  In einer Zeit der Stille und Zurückgezogenheit, langsam und tastend machen Sie sich auf den Weg, probieren verschiedene Orte in der Natur aus, bis Sie Ihren Platz gefunden haben und sich dort für einige Zeit einrichten.

  Nehmen Sie sich Zeit, ohne Ansprüche und Leistungsdruck haben Sie die Möglichkeit sich ganz dem Spiel und der Freude an Ihrem Platz zu widmen.

  Vielleicht braucht es ein Nest oder einen Hochsitz, ein Sofa oder ein Moosbett. Die Natur bietet Ihnen im Unterholz oder auf der Wiese: Sicherheit und Geborgenheit, Aus-, Weit- oder Überblick, eine Nische, Ruhe und einfaches Da - Sein oder Aktivität.

 

Im anschließenden Austausch können Sie in der Gruppe berichten, was Sie erlebt haben. Vielleicht bringt Ihnen diese naturnahe Zeit ein sicheres Gespür für Ihren Platz im Leben.

 


 

 

 

 

 

Worte sammeln

 

"Im Sprechen ist die Fälschung von Wahrheit verborgen, aber auch das Worte der Wahrheit zu Befreiung und Heilung führen können."  (Groddeck)

 

Die achtsame Annäherung an die Welt; intensive Gefühle zum Ausdruck bringen; Geschehnisse aus der Distanz betrachten; Traum dichten; Gedanken in Fluß bringen: wir spielen mit Worten.

 

Unvoreingenommen, in einem kindlichen Seinszustand, wertfrei, streifen wir durch die Umgebung und lassen uns berühren vom Leben um uns.

Scheinbar nicht Zusammenhängendes findet zusammen und verdichtet sich - allgemeine menschliche Erfahrungen, die doch individuell erlebt werden: wir spielen mit Worten.

 

Visionen und Bilder werden zu einem Ganzen gefügt; nichts muss in eine schöne Form gebracht werden, aber es darf geformt und geknetet werden; aus dem Stehgreif Verse bilden, un-sinnig assoziieren: wir spielen mit Worten.

 

Grammatik und Ortographie sind nicht wichtig, es gibt keine Fehler - die eigene Welt entwerfen,  den eigenen Weg schreiben, innere Weisheit auf´s Papier bringen: wir spielen mit Worten.

 

Atmen und schreiben stehen uns jederzeit und überall zur Verfügung, ein Stift und Papier, leicht und poetisch.

 

Wir haben uns Wertvolles mitzuteilen, tauschen uns aus in einer vertrauensvollen Atmosphäre.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Feldweg | veronika.horstrup[at]gmx.de